Klaus Kinski, geboren als Klaus Günter Karl Nakszynski, war ein deutscher Schauspieler, der für seine oft kontroversen Persönlichkeit bekannt war. Geboren am 18. Oktober 1926 in Zoppot, Freie Stadt Danzig, begann Kinski seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg auf Berliner Bühnen. Seine erste Filmrolle hatte er 1948, aber internationale Anerkennung erlangte er durch seine Arbeit in Edgar-Wallace-Filmen und Italowestern.
Ein Wendepunkt in seiner Karriere war die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Werner Herzog. Kinski spielte in mehreren von Herzogs Filmen, darunter Nosferatu – Phantom der Nacht (1979), Aguirre, der Zorn Gottes (1972) und Fitzcarraldo (1982). Diese Rollen zeigten seine Fähigkeit, getriebene und oft wahnsinnige Charaktere zu verkörpern.
Abseits der Leinwand war Kinski bekannt für seine temperamentvollen Ausbrüche und wurde oft als “Enfant terrible” des deutschen Films bezeichnet. Trotz seiner schwierigen Persönlichkeit bleibt er eine legendäre Figur im Kino, die für ihre einzigartige Präsenz und unvergessliche Darbietungen in Erinnerung bleibt. Klaus Kinski verstarb am 23. November 1991 in Kalifornien.
Nach dem Tod von Klaus Kinski wurden schwere Vorwürfe des Missbrauchs durch seine Töchter Pola und Nastassja Kinski erhoben. Pola Kinski beschuldigte ihren Vater, sie über viele Jahre hinweg sexuell missbraucht zu haben. Sie berichtete, dass der Missbrauch begann, als sie fünf Jahre alt war, und dass sie im Alter von neun Jahren zum ersten Mal von ihrem Vater vergewaltigt wurde.
Nastassja Kinski äußerte ebenfalls, dass ihr Vater verstörende Annäherungsversuche unternommen habe, als sie vier oder fünf Jahre alt war. Sie beschrieb ihn als einen “Tyrannen”, der die Familie terrorisierte und unberechenbar war.
[CP]
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