Liselotte Pulver, auch bekannt als Lilo Pulver, ist eine Schweizer Schauspielerin, die vor allem in den 1950er und 1960er Jahren zu den populärsten Stars des deutschsprachigen Kinos gehörte. Sie wurde am 11. Oktober 1929 in Bern geboren und ließ sich an der Schauspielschule Bern zur Schauspielerin ausbilden. Sie debütierte am Stadttheater Bern und am Schauspielhaus Zürich, bevor sie ihre Filmkarriere begann.
Ihr erster großer Erfolg war die Rolle der Elisabeth in Heidelberger Romanze (1951) an der Seite von O. W. Fischer. Sie spielte oft burschikose, freche oder naive Frauenrollen, die durch ihr herzliches Lachen charakterisiert waren.
Liselotte Pulver wurde auch international bekannt durch ihre Mitwirkung in Filmen wie Zeit zu leben und Zeit zu sterben (1958) von Douglas Sirk, Eins, zwei, drei (1961) von Billy Wilder und Kohlhiesels Töchter (1962) von Axel von Ambesser. Sie arbeitete mit renommierten Regisseuren wie Helmut Käutner, Kurt Hoffmann, Wolfgang Staudte und Rolf Thiele zusammen und spielte neben Stars wie James Cagney, Horst Buchholz, Gustaf Gründgens, Curd Jürgens und Hardy Krüger.
Neben ihrer Filmkarriere war Liselotte Pulver auch im Fernsehen präsent, zum Beispiel in der Serie Liselotte von der Pfalz (1966), in der sie die Titelrolle übernahm, oder in der Literaturverfilmung Auf Achse (1978), in der sie eine Truckerin spielte. Sie wirkte auch in zahlreichen Hörspielen und Musikaufnahmen mit. Für ihre Leistungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesfilmpreis, dem Bambi, dem Goldenen Bildschirm und dem Deutschen Filmpreis.
Liselotte Pulver war von 1961 bis zu seinem Tod 1992 mit dem Schauspieler Helmut Schmid verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder: Marc-Tell (* 1962) und Melisande (* 1971), die 1992 unter tragischen Umständen starb. Liselotte Pulver lebt heute in einem Seniorenheim in Bern und kehrt oft in ihr Haus am Genfer See zurück.
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